Welchen Wert hat meine alte Fliegenrute?

Welchen Wert hat meine alte Fliegenrute?

Der Wert seines alten Angelgeräts bereitet manchem Fliegenfischer Kopfzerbrechen. Da liegt eine uralte Fliegenrute mit einer Seidenschnur im Keller, die stammt noch vom Vater. Was ist sie wert? Ich möchte für eine alte Gespließte eine passende alte Rolle kaufen. Was muss ich dafür zahlen?

Natürlich kann ich Ihnen nicht auf den Euro genau sagen, was Sie bei einem Verkauf erhalten würden. Aber ich kann Ihnen ein paar gute Anhaltspunkte geben. Eine Rolle spielen dabei

  • Alter (je älter, desto wertvoller)
  • Zustand (je besser der Zustand desto teurer ist das Gerät)
  • Seltenheit (je seltener desto besser)
  • Name (zum Beispiel Dickens, Hardy, Fenwick, Payne etc.)

Brauchen Sie detaillierte Informationen?

In Deutschland gibt es zwei Adressen, die mir spontan einfallen.

  • Altes Angelgerät

Unter der Webadresse Wertermittlung von altem Angelgerät finden Sie sehr gute Tipps zur Ermittlung des Wertes von historischem Angelgerät. Der Betreiber der Seite bietet auch viele gebrauchte Geräte mit hohem und geringem Wert an.

  • Börse für gebrauchtes Angelgerät

Udo Hildebrandt hat die Börse über Jahre hinweg aufgebaut und gepflegt. Der neue Besitzer Johann Wurm aus München führt die Tradition fort. Informationen finden Sie hier: Hildebrandts Gebrauchtgeräte-Börse

Einal im Jahr findet in München eine große Messe mit gebrauchtem Angelgerät durch, die Wurm organisiert. Ich kann sie Ihnen nur wärmstens empfehlen. Letztes Jahr habe ich mir online selbst eine schöne Gespließte für 230 Euro gekauft und bin damit sehr zufrieden. Aber auch unter dem Jahr sind immer Verkäufe möglich.

Neu in meinem Angebot: Altes Gerät erneuern lassen

Gerne möchte ich Sie auf die Möglichkeit hinweisen, alte oder unpassende Fliegenruten professionell erneuern zu lassen. Auf meiner Website www.finearts-flyfishing.de finden Sie weitere Informationen dazu.

Nachschnüre perfekt aufheben

Nachschnüre perfekt aufheben

Nachschnüre können uns Probleme bereiten, weil oft kleinere Mengen übrig bleiben. Damit sie sauber verstaut sind, bietet sich die Aufbewahrung auf einer alten Fliegenrolle an.

Sie kennen das: Nachschnüre bleiben oft übrig. Mal sind es fünf Meter, mal 50 Meter. Auch wenn sie ordentlich aufgerollt werden, liegen sie umher und bieten keinen Anhaltspunkt über die Länge der Leinen.

Ich habe das Problem jetzt sehr einfach gelöst: Meine RST-Highlight-Fliegenrolle wurde umfunktioniert in meinen Nachschnur-Speicher. Auf der Rolle im Bild sind derzeit fünf Nachschnüre enthalten, in unterschiedlichen Längen. Alle sind mit Schlingen miteinander verbunden, so kann ich sie abrollen, die passende Länge auswählen und die Reste wieder aufspulen. Das geht schnell und einfach.

Noch ein Tipp: Eine dicke Nachschnur unterfüttert auch klassische Fliegenrollen perfekt, denn sie bildet einen dicken Mantel um den feinen Spulenkern. Eine sehr gute Nachschnur von J.P. Thebault, dem französischen Seidenschnur-Hersteller, habe ich in meinem Programm. Damit können Sie zur Not auch von der Rolle aus drillen, denn die Schnur ist kräftig und handlich.

Link zum Thebault Backing

Die Irresistible: meine „Erste Wahl“-Fliege

Die Irresistible: meine „Erste Wahl“-Fliege

Immer wenn ich an ein neues Gewässer komme, ist die Irresistable in den Größen 10 oder 12 die Fliege, die ich als erste an mein Vorfach knüpfe. Das hat sich über Jahrzehnte schon zum Ritual entwickelt und sie ist zur Fliege meines Vertrauens geworden.

Herkunft

Die Irresistible basiert auf der Adams-Trockenfliege. Über die Herkunft des Musters scheiden sich die Geister. Einige sagen, dass die Irresistible von Joe Messinger aus Morgantown, West Virginia, kreiert wurde, während andere der Meinung sind, dass sie Harry Darbee aus Livingston Manor, New York, zugeschrieben werden muss. Auf jeden Fall handelt es sich um eine Variante der Adams mit einem konischen Körper aus Rehhaar. Dieser lässt die Fliege auch in schnellem Wasser bzw. In „Pocketwater“ hoch aufschwimmen und sorgt für eine gute Sichtbarkeit unter ungünstigen Bedingungen und im wilden Wasser.
Verwendung
In erster Linie wird die Irresistable zum Trockenfliegenfischen verwendet. Während der Schlüpfe von kleineren Eintagsfliegenarten, Mücken etc. ist sie sehr erfolgreich einsetzbar und wird in den passenden Größen von Forellen und Äschen, aber auch von Friedfischen wie Aitel, Hasel, Rotaugen und Lauben sehr gerne genommen.
Sie funktioniert übrigens auch als Nassfliege und als Schlitterfliege, denn Sie ist eine sehr gute Imitation eines Landinsektes.
Varianten
Von der Irresistable gibt es zahlreiche Varianten. Die meisten zeichnen sich durch einen kräftigen Körper aus Rehhaar aus, der dafür sorgt, dass die Fliege den ganzen Tag hoch schwimmt und sehr gut gesehen wird – auch im schnellen Wasser. Hier ein Link zu den Varianten: Variationen der Irresistable: Variationen der Irresistable
Bindeanleitung
Das Binden dieser typischen Forellenfliege ist nicht schwer. Wenn Sie es selbst versuchen möchten, können Sie sich an diesem Beitrag orientieren: Beitrag zur Irresistable
Danke für den Beitrag
Ich danke Bernhard Niedermair von www.tenkara-austria.at für diesen schönen Beitrag. Er stimmt völlig mit meiner eigenen Meinung über die Irresistable – zu Deutsch „Die Unwiderstehliche“ – ein.
Wenn Sie einmal etwas mehr wissen möchten über die allererste und sehr spannende Methode der Fliegenfischerei – das Tenkara-Fischen – schauen Sie doch  mal auf Bernhards Seite vorbei. Es lohnt sich.
 
Altes Gerät – vom Feinsten!

Altes Gerät – vom Feinsten!

Manchmal erhalte ich E-Mails von Fliegenfischern, die sich von alten Fischersachen trennen möchten. Ab und zu ist auch eine wunderbare gespließte Fliegenrute dabei, wie es sie heute kaum noch gibt. Kann und soll man sie noch fischen? Lohnt sich sogar ein Kauf?

Alte und neue Fliegenruten: Das sind die Unterschiede

Neue Fliegenruten haben vor allem schnelle Aktionen. Damit kommen auch Anfänger nach kurzer Zeit zurecht. Nachteil: Diesen Ruten fehlt oft das Gefühl. Natürlich kann man weit damit werfen, aber um ehrlich zu sein, wie oft tun wir das schon? Die alten Fliegenruten dagegen sind meist ein wenig schwer. Das Spitzenteil ist weich, und bis Sie einen wirklich guten Wurf damit hinbekommen, müssen Sie mindestens mit eine halben Stunde rechnen. Lohnt sich das?

Einer der besten Werfer kommt zu Wort

Vor zwei Jahren hatte ich Kontakt zu einem außergewöhnlich Fliegenfischer. Nicht nur dass er locker seine gesamte Fliegenschnur auf den Bach legte, daheim hatte er die beeindruckende Sammlung von 68 gespließten Fliegenruten. Aus Zufall kamen wir auch auf die alten Ruten zu sprechen. „Wissen Sie Herr Janousch, ich darf eigentlich gar nicht sagen, welche Freude es mir macht, diese alten Stecken zu werfen. Sie sind einfach gigantisch. Ein paar langsame Schwünge, und diese Ruten halten die Schnur mühelos in der Luft. Sie brauchen nicht zu ziehen und nicht zu drücken, die langen gespließten Fliegenruten nehmen Ihnen alles ab. Das einzige, was Sie wirklich dafür brauchen, ist ein wenig Geduld, um sich einzuwerfen.“

Es stimmt!

Ich habe es seitdem oft ausprobiert. Manchmal bin ich in Begleitung, und mein Kollege glänzt mit seiner nagelneuen ultraschnellen Fliegenrute. Wenn ich dann eines meiner alten Ungetüme aus dem Futteral ziehe, ist das Erstaunen riesig. „Ja geht denn das?“, „Ist das jetzt Dein Ernst?“, „Möchtest Du Fische fangen oder verscheuchen?“.

Wenn ich das höre, grinse ich leicht ein bisschen. Dann lege ich los. Und dann bekommen meine Freunde den Mund nicht mehr ganz zu, mit welcher Leichtigkeit und mit welcher Eleganz ich meine Fliegen in kürzester Zeit dorthin befördere, wo sie auch gerne hinkommen würden. Zum Beispiel in ein Hinterwasser, wo ein kleiner Schwipp mit meiner Rutenspitze ausreicht, dass ein wunderbarer Bogen entsteht, der meine Trockenfliege drei Sekunden auf dem Wasser hält. Genau so lange bis die große Äsche angebissen hat, die dort genussvoll die Eintagsfliegen eingeschlürft hat. Probieren Sie es aus. Es lohnt sich!

Mein Tipp zur Ausrüstung

Verwenden Sie zum Fischen mit alten Ruten eine Seidenschnur von Jean-Pierre Thebault. Gut passen seine WF-Schnüre, denn sie sind vom Durchmesser her etwas stärker und werfen sich sehr gut. Eine Schnur von einem Könner (französischer Viezemeister im Weitwurf), die wunderbar mit klassischen Fliegenruten harmoniert.

Hier der Link:

http://www.finearts-flyfishing.de/produkte/schnure/thebault/wf-schnure.html

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Ich habe da mal eine Frage zu den Seidenschnüren

Ich habe da mal eine Frage zu den Seidenschnüren

Ja, diese Fragen bekomme ich manchmal gestellt. Obwohl ich mich nun seit zehn Jahren auf Seidenschnüre spezialisiert habe, gibt es leider Fragen, die ich nicht beantworten kann. Was ich dann tue? Ich lese im Beitrag von Dr. Wofram Schott nach. Diesen können Sie unter hier herunterladen: http://www.der-fliegenfischer.de/dl/seidenschnuere.pdf

Ein großer Meister gibt sein Wissen preis

Wolfram Schott ist ein wandelndes Lexikon. Sein Wisse um Fische, Fischereigerät und Angeltechniken ist so enorm, dass ich manchmal den Kopf schütteln muss vor Bewunderung. Daneben baut er noch erstklassige gespließte Fliegenruten. Inseinem Beitrag „Einige Bemerkungen zu Seidenschnüren“ fasst der Meister auf 24 Seiten vieles von dem zusammen, was es zu den am häufigsten verwendeten Seidenschnüren zu sagen und zu wissen gibt. Hier ein kleiner Auszug:

  • Geschichte
  • Gewichte
  • Längen
  • Durchmesser
  • Aussehen
  • Reinigung

Alte Schnüre fit gemacht

Ich kann Ihnen diesen Beitrag nur wärmstens empfehlen. Wenn Sie dann einmal eine alte Seidenschnur im Keller finden, werden Sie diese zu schätzen und zu werfen wissen.

Thebault-Seidenschnüre einwerfen

Thebault-Seidenschnüre einwerfen

Thebault-Seidenschnüre einwerfen

Thebault baut ausgezeichnete Seidenschnüre – und das seit vielen Jahren. Dahinter steckt Jean-Pierre Thebault, ein quirliger Franzose und ein ausgezeichneter Konstrukteur und Werfer. Er ist unter anderem französischer Vizemeister im Casting und Weitwurf. Seine Erfahrungen daraus fließen direkt in seine Schnüre ein. Speziell die WF-Schnüre sind aufgrund der langen Spitzen mächtige Weitenjäger. Sie machen die Verwendung spezieller Wurftechniken überflüssig – auch weniger gute Werfer können damit beeindruckende Distanzen erzielen.

Wie werden Thebault-Seidenschnüre eingeworfen?

Liest man die Anmerkungen zum Einwerfen von Thebault-Seidenschnüren, so kann man leicht den Eindruck bekommen, als würden sich diese Schnüre schlecht einwerfen lassen. Das ist nicht richtig: Thebault-Seidenschnüre benötigen nur einfach ein wenig mehr Zeit. So gehen Sie vor:

  • Werfen Sie zwei- oder dreimal die Woche auf der Wiese rund 15 Minuten.
  • Wechseln Sie die Längen, so dass sie kürze und weitere Würfe machen. Das ist gut für die Leinen, denn sie werden dadurch gleichmäßig weich.

Nach ein paar Monaten haben Sie damit eine sehr schöne, weiche Schnur, die Ihnen viel Freude bereiten wird.

Was kann man noch tun?

Nutzen Sie das Werkzeug, das ich unter „Seidenschnüre einwerfen“ vorgestellt habe. Es geht schnell, und die Schnur kann gleichmäßig behandelt (eingeworfen) werden. So haben Sie in Nullkommanichts eine perfekte Schnur.