Die Tage werden länger. Kleine Fische haben längst Unterschlupf gefunden, der große Hecht hat Hunger. Jetzt ist die beste Zeit, um die dicken Räuber zu fangen. Ich sage Ihnen, wie es geht.

Wo sie stehen

Hechte lieben tiefes Wasser. Wenn Sie in Ihrem Forellenbach tiefe Gumpen haben, steht oft ein großer Räuber drin. Auch die ruhigen Stellen im Forellenbach sind gute Hechtplätze, wobei Hechte gerne in die Strömung zum Suchen und Rauben hinausziehen und erst wieder zum Verdauen an die ruhigen Stellen zurückkommen.

Mein Gerät

Rute: Ich benutze eine Kohelfaser-Spinnrute mit 270 cm Länge und kräftiger Aktion. Damit komme ich überall hin, und die Rute ist in der Lage, den Anhieb so kräftig zu setzen, dass der Fisch auch tatsächlich hängt.

Rolle: Meine Daiwa ist mitelstark. Wichtig ist mir persönlich, dass die Rolle über eine breite Spule verfügt, damit auch weite Würfe möglich sind.

Schnur: Ich verwende eine geflochtene Schnur von 0,20 mm der Marke Daiwa J-Braid. Die geflochtene Schnur wirft sich sehr angenehm und sehr weit. Sie hat eine riesige Tragkraft von rund 18 Kilogramm. Damit kann der Köder gerne mal hängen bleiben, oft kann ich ihn mitsamt dem Hindernis aus dem Wasser ziehen.

Köder: Mein Köder Nummer eins ist der Streamer. Mein Lieblingsstreamer ist 14 cm lang und grün, siehe das Foto. Am Kopf trägt er einen Bleikopf von 13 Gramm. Der Haken ist ein kräftiger Einzelhaken mit Widerhaken. Die Farben wechseln manchmal: Je trüber das Wasser ist, desto dunkler ist der Streamer und umgekehrt.

Wie ich sie fange

Ich fange alle meine Hechte durch Würfe quer zur Strömung. Lieber ein bisschen stromaufwärt werfen als nach unten. Würfe flussab mit anschließend hochgezogenem Streamer sind nutzlos – manchmal geht ein Hecht dem Streamer nach, aber in der Regel beißt er nicht an. Ich schätze dies liegt daran, dass der Fisch den quer geführte Streamer sehr gut sieht und dieser einen starken Beißreflex bei ihm auslöst.

Das Ergebnis

Im vergangenen Jahr habe ich auf diese Weise 16 Hechte mit Längen bis zu einem Meter gefangen. Probieren Sie meine Methode aus, vielleicht haben auch Sie Glück und ein wunderbarer Weihnachtsbraten landet in Ihrem Kescher. Hechte mit ein wenig Speck drumherum sind einfach köstlich!